Sehr verehrte Damen und Herren,
der vorliegende Haushalt 2026 beinhaltet ein umfangreiches Zahlenwerk, mit dem Ergebnis, dass dieser sich in 2026 bis 2028, aus heutiger Sicht, nicht ausgleichen lässt.
Auch für die weitere Zukunft wird dies aufgrund der hohen Pflichtaufgaben und der nicht ausreichenden Finanzausstattung, nur schwer zu erreichen sein.
Das ordentliche Ergebnis hat im Saldo einen Fehlbetrag von rund 2,5 Mio. €. Sofern sich im außerordentlichen Ergebnis die geplante Einnahme von 787 T€ realisieren ließen, bliebe es bei einem Fehlbedarf von 1,7 Mio. €.
Aus Sicht der Freien Wähler hat unsere Stadt kein Ausgaben- sondern ein Einnahmeproblem, dem es zu begegnen gilt. Wir hoffen, dass uns dies mit der Errichtung von 4 Windkraftanlagen, der Errichtung eines Solarparks und dem Gewerbegebiet mittel- bis langfristig gelingen kann.
Mit der Investition in erneuerbare Energien kann unsere Stadt nicht nur dringend erforderliche Einnahmen generieren, sondern wird auch ihrer Verantwortung hinsichtlich einer in die Zukunft gerichteten Klimapolitik gerecht.
Weiterhin stehen wir als Stadt in der Verantwortung, die Infrastruktur sowie die städtischen Einrichtungen zu stärken und den dringenden Erfordernissen anzupassen.
Jährlich steigende Ausgaben zeigen auch im vorliegenden Haushalt ihre Wirkung. Beispielhaft sind die größten Posten mit + 460 T€ beim Sach- und Dienstleistungsaufwand, + 92 T€ Personalaufwand, + 62 T€ Abschreibungsaufwand, + 97 T€ Zinsaufwand sowie + 133 T€ bei den Kosten der Kinderbetreuung zu nennen.
Bei der Kinderbetreuung stellt uns der Zuschussbedarf für den Betrieb der Allendorfer Kindergärten, aktuell in Höhe von 2,09 Mio. €, neben den Pflichtabgaben für Steueraufwendungen, einschließlich der Aufwendungen aus gesetzlichen Umlageverpflichtungen mit 3,7 Mio. €, vor eine große Herausforderung. Als größte Einzelposten sind hier die Kreis- und Schulumlage mit insgesamt über 3,6 Mio. € zu nennen.
Der vorliegende Haushalt zeigt für unsere Stadt, eine in die Zukunft gerichtete Entwicklung auf, welche aus ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten, für die Stärkung des Standortes, als auch für den Erhalt unserer Infrastruktur erforderlich ist. Beispielhaft sei hier die Ertüchtigung städtischer Einrichtungen, wie das Feuerwehrhaus und Rathaus sowie die vielfältigen Straßensanierungen genannt.
Als Freie Wähler werden wir diese Entwicklungen im Sinne unserer Bürgerinnen und Bürger mitgestalten und begleiten.
Herrn Bürgermeister Sebastian Schwarz danken wir für die Aufstellung des vorliegenden Haushaltes. In diesen Dank beziehen wir die städtischen Bediensteten für ihre geleistete Arbeit mit ein.
Für die parlamentarische Zusammenarbeit erhoffen wir uns den Dialog, der für gute Beschlüsse und ein lebens- und liebenswertes Allendorf dienlich ist.
Reiner Käs
Fraktionsvorsitzender